Die weiße Stadt - so lautet die wörtliche Übersetzung des serbischen Stadtnamens Beograd. Belgrad ist eine der ältesten Städte Europas. Sie ist heute so wenig weiß wie jede andere Großstadt, das tut ihrer Schönheit aber keinen Abbruch.
Die Kelten siedelten sich vor über 2300 Jahren auf dem Hügel an, der die Mündung der Save in die Donau überwacht. Die Lage war strategisch so günstig, dass Belgrad im Laufe der Jahrhunderte von unzähligen Völkern besetzt wurde: Römer, Gothen und Hunnen, Serben und Türken - insgesamt 40 Mal wurde Belgrad zerstört und wieder aufgebaut. Zuletzt geriet die Stadt 1999 während der Kosovo-Krise unter NATO-Beschuss und ins internationale Abseits.
Doch seitdem hat sich viel verändert. Vor allem die jungen Serben wünschen sich nichts mehr, als das Kriegsverbrecher-Image abzustreifen und Teil Europas zu werden. In der Innenstadt pulsiert das Leben: Die Cafés und Bars sind zu jeder Tages- und Nachtzeit gut besucht, die Stadt strahlt Vitalität, Weltoffenheit und Lebensfreude aus. Unbestrittenes Highlight ist das Wahrzeichen Belgrads, die Festung Kalemegdan mit ihren herrlichen Parkanlagen. Auch die vielen historischen Gebäude, Denkmäler und Plätze sind einen zweiten Blick wert. Kunstbegeisterte sollten zum Jazz- oder Filmfestival kommen oder die vielen Galerien und Museen besichtigen.
