DRESDEN

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FACTS

"Auferstanden aus Ruinen" - zu kaum einer Stadt passt der fast schon klischeehafte Text der DDR-Nationalhymne so gut wie zu Dresden. Einst als "Elbflorenz" oder "Venedig des Nordens" gepriesen, strahlt die barocke Stadt heute trotz der Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs wieder.

Ironischerweise blieb der in der Hymne erwähnte Anspruch zu DDR-Zeiten unerfüllt. Noch zu Beginn der 1990er-Jahre schien die Stadt von einem dunkelgrauen Schleier überzogen zu sein. Einige der Gebäude lagen noch 45 Jahre nach Kriegsende in Trümmern, anderswo waren breite Straßen und Plattenbauten im sozialistischen Einheitsstil entstanden.
Schon zu DDR-Zeiten hatten die Dresdener für die Restaurierung der berühmten Semperoper gekämpft, das Wahrzeichen der Stadt, die Frauenkirche, wurde 2005 nach 12 Jahren Bauzeit wieder eröffnet.

Dresdens Glanzzeit liegt verglichen mit anderen Städten noch gar nicht so weit zurück. Lange Zeit eine eher unbedeutende Provinzstadt, wuchs sie erst nach ihrem Aufstieg zur herzoglichen Residenzstadt 1485 zum politischen und kulturellen Zentrum der Region heran. In jene Zeit fallen auch die Gründungen zahlreicher bedeutender Einrichtungen, die der Stadt den Beinamen "Elbflorenz" einbrachten.


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FIGURES

Zu DDR-Zeiten gehörten Dresden und seine Umgebung zum sogenannten "Tal der Ahnungslosen", das heißt, es konnte außer an besonders klaren Tagen kein westliches Fernsehen empfangen werden.

Staat
Deutschland
Geografische Lage
51° 2′ N, 13° 44′ O
Seehöhe
113 m
Einwohner
506.337 (Zensus 2007)
Telefonvorwahl
+49 (0)351
Währung
Euro
Zeitunterschied zu UTC
+ 1 h (Sommerzeit + 2 h)
Zeitunterschied zu MEZ
+ 0 h
Offizielle Webseite
www.dresden.de
Fläche
328,30 km²
Bevölkerungsdichte
1.542 Einwohner/km²
Bundesland
Sachsen
Bekanntester Bürger
Erich Kästner
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GET AROUND

Flughafen
Der Flughafen Dresden (www.dresden-airport.de) ist der drittgrößte Flughafen der neuen Bundesländer und liegt ca. 9 km nördlich der Stadt. Vom Flughafen gelangt man per Bahn, Bus oder Straßenbahn in die Dresdner Innenstadt.

Flughafentransfer
Zahlreiche Taxiunternehmen haben ihren Standort direkt am Flughafen. Für die Fahrt ins Stadtzentrum zahlt man durchschnittlich € 16,- bis 18,–. Die S-Bahn-Linie 2 verkehrt in regelmäßigen Intervallen direkt zwischen dem Dresdener Flughafen und dem Hauptbahnhof, die Fahrt dauert 23 Minuten. Ins Stadtzentrum gelangen Sie auch, indem Sie direkt vor dem Terminal mit der Buslinie 77 bis "Infineon-Nord" fahren und von dort mit der Straßenbahnlinie 7 zum Hauptbahnhof.
Fahrplaninformationen: www.vvo-online.de

Innerstädtischer Verkehr
In der Stadt gibt es 30 Buslinien und 12 Straßenbahnlinien der Dresdener Verkehrsbetriebe sowie weitere Linien der Verkehrsgesellschaft Sächsische Schweiz und des Regionalverkehrs Dresden.
Fahrplanauskunft aller Linien: www.vvo-online.de

Taxi
Die wichtigsten Taxinummern sind 21 12 11 und 88 88 88 88.

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SIGHTSEEING

Frauenkirche
Erst seit dem Jahr 2005 ist die Frauenkirche wieder das Prachtstück der Dresdner Innenstadt. Die im 18. Jahrhundert erbaute Kuppelkirche wurde während der Luftangriffe 1945 nahezu gänzlich zerstört und später unter dem DDR-Regime nicht wieder aufgebaut. Jahrzehntelang prägte die Ruine mit ihren herabgestürzten Steinbrocken das Bild des Dresdner Neumarkts, erst 1994 begann man mit dem Wiederaufbau der alten Sandsteinkirche. Wie kein anderes Gebäude der Stadt steht die Frauenkirche symbolisch für die schlimme Vergangenheit und den erfolgreichen Wiederaufbau Dresdens.
An der Frauenkirche 12, Tel.: 49 81 10, www.frauenkirche-dresden.org

Semperoper
Das Renaissancegebäude ist neben der Frauenkirche wohl das bekannteste Wahrzeichen der Stadt Dresden. 1869 bereits einmal abgebrannt, wurde auch sie während des Zweiten Weltkriegs stark zerstört. In den 1970er-Jahren begann man langsam mit ihrem Wiederaufbau, 1985 wurde sie wieder eröffnet. Heute finden zahlreiche Opern und Konzerte statt.
Theaterplatz 2, Tel.: 491 17 05, www.semperoper.de

Königstraße
Wer wissen will, wie in etwa das "Elbflorenz" einst aussah, der muss sich in die Königsstraße begeben. Zahlreiche wunderschön renovierte Häuser aus dem 18. Jahrhundert vermitteln einen Eindruck von der Pracht des alten Dresdens. www.koenigstrasse-dresden.de

Neue Synagoge
Die alte Synagoge, erbaut zwischen 1838 bis 1840 von Gottfried Semper, wurde während der Reichspogromnacht der Nazis 1938 völlig zerstört. Ein Feuerwehrmann rettete den Davidstern vom Dach und bewahrte ihn auf. Ende der 1990er-Jahre wurde an gleicher Stelle eine neue, moderne Synagoge gebaut und 2001 eingeweiht. Der alte Davidstern ist im Neubau untergebracht. 2002 erhielt das Gebäude den Preis für die beste europäische Architektur.
Rathenauplatz/Carolabrücke, Tel.: 656 07

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INSIDER TIP

Dresden Card
Vergünstigter oder freier Eintritt in Museen und kostenlose Benutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel. www.dresden.de/dwt/de/dresden_erleben/Angebote/dresden-cards.php

Sea Life
Im riesigen Meereshaus kann man in 30 verschiedenen Aquarien unterschiedliche Meeresbewohner beobachten.
Blüherstraße 3, Tel.: 210 40, www.sealifeeurope.com

Schlösser, Parks und Elbauen
Das Herzogengeschlecht der Wettiner, die Dresden 1485 zu ihrem Hauptsitz machten, investierte in den Bau von Schlössern und Parks. Darüber hinaus war in der Stadt und ihrer Umgebung nie Schwerindustrie in großem Stil angesiedelt. Das Ergebnis: Dresden ist eine der grünsten Städte Europas. Lohnende Ausflugsziele sind z.B.:
- Das Lustschloss Pillnitz etwas außerhalb der Stadt, mit seinem einzigartigen botanischen Garten.
- Der große Garten, ein Stadtpark mit kilometerlangen Wegen zum Radfahren und Skaten. Für Kinder gibt es eine Parkeisenbahn.
- Das Residenzschloss und sein berühmtes Grüne Gewölbe mit einer der wichtigsten Sammlungen barocker Kunst
- Die geschützten Elbauen, wo Sie herrlich picknicken oder einen der vielen Biergärten besuchen können.

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EAT & DRINK

In Dresden gibt es viele gute Restaurants mit sächsischer und internationaler Küche, vor allem aus dem benachbarten Böhmen. Im Bezirk Innere Neustadt finden Sie eher regionale, in der Äußeren Neustadt exotische Gerichte. Spezialitäten sind der Dresdner Stollen und die Pulsnitzer Pfefferkuchen.

Altmarktkeller
Der Altmarktkeller ist vor allem für Freunde der sächsischen und böhmischen Küche die richtige Adresse. In gemütlicher Atmosphäre kommt in dem historischen Bierkeller neben gutem Bier auch erlesener Wein auf den Tisch.
Altmarkt 4, Tel.: 481 81 30, www.altmarktkeller-dresden.de

Gourmetrestaurant Pattis
Das Gourmetrestaurant Pattis ist die Adresse für Feinschmecker. Die Speisen wurden angeblich schon am Königlich Sächsischen Hof in der selben Form wie heute serviert.
Merbitzer Straße 53, Tel.: 425 50, www.pattis.de

Radeberger Spezialausschank
Ein Besuch hier ist ein Muss für Bierliebhaber. In gemütlicher Atmosphäre mit Blick auf den Theaterplatz und die Elbe können Sie das Bier des Hauses kosten, dazu gibt's deftige Hausmannskost.
Terrassenufer 1, Tel.: 484 86 60

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HOTELS

Hotel Bülow Residenz
Die Bülow Residenz ist eine der besten Adressen der Stadt. Sie liegt im Bezirk Neustadt in einem Barockbauwerk aus dem 18. Jahrhundert. Das Hotel hat 30 Zimmer.
Rähnitzgasse 19, Tel.: 800 30, DZ ab € 250,–, www.buelow-residenz.de

Hotel Amadeus
In der Nähe der Altstadt im Bezirk Neustadt liegt das Hotel Amadeus, ein hübsches 3-Sterne-Hotel mit insgesamt 68 Zimmern und 12 "Miniwohnungen" in einem eigenen Apartmenthaus.
Großenhainer Straße 118, Tel.: 841 80, DZ ab € 88,–, www.hotel-amadeus-dresden.de

Hotel - Pension Diskus
Eines der günstigeren, aber dennoch netten und sauberen Hotels ist die Pension Diskus, die zwölf Straßenbahnminuten vom Zentrum entfernt liegt. In der spanischen Bar herrscht ein wenig Mittelmeer-Atmosphäre mitten in Sachsen.
Leipziger Straße 169, Tel.: 84 10 30, www.hotel-pension-diskus.de

Jugendherbergen
In der Stadt gibt es drei Hostels, die von "Hostelling International" betrieben werden, die Nacht kostet ab € 15,80.
Radebeul: Weintraubenstr. 12, Tel.: 838 28 80, www.hihostels.com/dba/hostel022191.de.htm
"Rudi Arndt": Hübnerstr. 11, Tel.: 471 06 67, www.hihostels.com/dba/hostel022190.de.htm
JGH: Maternistraße 22, Tel.: 49 26 20, www.hihostels.com/dba/hostel022028.de.htm

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NIGHTLIFE

Dresden hat ein sehr reges Nachtleben, Jugendliche aus der ganzen Region treffen sich am Wochenende in den Lokalen der Altstadt und dem Stadtteil Neustadt, wo sich fast ein Lokal an das andere reiht. Auch die zahlreichen Discos und Clubs der äußeren Stadtgebiete sind beliebt, besonders der Club "Elb-Park" in Mickten (Lommatzscher Straße) und die "Fun Factory" im Seidnitz Center in Dresden-Ost. Darüber hinaus gibt es unzählige Bars, Clubs und Discos, in denen bis in die Morgenstunden gefeiert werden kann. Eine übersichtliche Auflistung aller Lokale der Stadt einschließlich eines Kalenders, wann wo welche Party angesagt ist, finden Sie unter www.dresden-nightlife.de.

In Dresden gibt es 17 Studentenclubs, in denen sich jeden Dienstagabend Studenten aus der ganzen Stadt treffen, um neue Kollegen kennen zu lernen. Der bekannteste: www.gutzkow-club.de

Wer abends lieber ins Kino geht, findet das Programm unter www.meinestadt.de/dresden/kino/filmliste?startsWith=a.

Den aktuellen Spielplan den Semperoper finden Sie unter www.semperoper.de.

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SHOPPING

Ein Shopping-Paradies ist die Altmarktgalerie mit über 100 verschiedenen Läden. Modegeschäfte finden Sie vor allem in der Prager Straße. Dort haben sich zahlreiche bekannte Designerläden angesiedelt.

Ebenso interessant und einen Besuch wert sind die Geschäfte in der Wilsdruffer Straße oder jene in der Königstraße - eine der gehobeneren Einkaufsstraßen Dresdens. Läden mit Souvenirs und traditionellen Produkten aus der Region finden Sie vor allem in der Altstadt. Ebenfalls in Nähe des Zentrums, im Bezirk Neustadt, liegt die Neustädter Markthalle - eine der bekanntesten Markthallen der Bundesrepublik.

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SOUVENIRS

Dresden selbst war zwar keine der elf Spielstätten während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, Souvenirs von dieser Veranstaltung sind bei Sportfreunden aber auch hier beliebt.

Neben typischen Souvenirs wie T-Shirts, Kappen, Teller oder Gläser mit dem Stadtnamen gibt es auch ausgefallenere Dinge, etwa die Semperoper oder die Frauenkirche als Kartonbausatz. Kulinarische Mitbringsel sind z.B. ein Dresdner Stollen oder auch eine Packung Dresdner Russisch Brot. Hinter Letzterem verbirgt sich nicht etwa zähes Schwarzbrot, sondern das originale Buchstaben- und Zahlengebäck, der "Schlemmerspaß mit Lerneffekt".

Diese und andere Souvenirs können Sie am besten in den kleinen Läden der Altstadt oder direkt bei der Touristeninformation Dresden (Prager Straße 2a oder Theaterplatz) erstehen.

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