"Auferstanden aus Ruinen" - zu kaum einer Stadt passt der fast schon klischeehafte Text der DDR-Nationalhymne so gut wie zu Dresden. Einst als "Elbflorenz" oder "Venedig des Nordens" gepriesen, strahlt die barocke Stadt heute trotz der Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs wieder.
Ironischerweise blieb der in der Hymne erwähnte Anspruch zu DDR-Zeiten unerfüllt. Noch zu Beginn der 1990er-Jahre schien die Stadt von einem dunkelgrauen Schleier überzogen zu sein. Einige der Gebäude lagen noch 45 Jahre nach Kriegsende in Trümmern, anderswo waren breite Straßen und Plattenbauten im sozialistischen Einheitsstil entstanden.
Schon zu DDR-Zeiten hatten die Dresdener für die Restaurierung der berühmten Semperoper gekämpft, das Wahrzeichen der Stadt, die Frauenkirche, wurde 2005 nach 12 Jahren Bauzeit wieder eröffnet.
Dresdens Glanzzeit liegt verglichen mit anderen Städten noch gar nicht so weit zurück. Lange Zeit eine eher unbedeutende Provinzstadt, wuchs sie erst nach ihrem Aufstieg zur herzoglichen Residenzstadt 1485 zum politischen und kulturellen Zentrum der Region heran. In jene Zeit fallen auch die Gründungen zahlreicher bedeutender Einrichtungen, die der Stadt den Beinamen "Elbflorenz" einbrachten.
