BASEL

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FACTS

Der sprichwörtliche "Röstigraben" spaltet die EU-freundliche frankophone und die konservative deutsche Schweiz. Basel nimmt in diesem Gefüge eine Ausnahmestellung ein.

Schon am Flughafen unterscheidet sich die Stadt im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Schweiz vom Rest der Welt: Der EuroAirport BaselMulhouse-Freiburg liegt nämlich auf französischem Territorium und wird mit den Schweizern gemeinsam betrieben,  das ist weltweit einzigartig.

Der Rhein teilt die drittgrößte Stadt der Schweiz in Kleinbasel und Grossbasel, 19 sogenannte "Quartiere" bezeichnen die dicht besiedelten Bezirke zu beiden Seiten des Flusses. Schon im 5. Jahrhundert v. Chr. siedelten sich am Rheinknie Kelten an, sechs schwere Pestepidemien später erkannte 1815 der Wiener Kongress die ewig bewaffnete Neutralität der Schweiz an - sieht man von einem unabsichtlichen Bombardement der Allierten ab, blieb Basel im zweiten Weltkrieg unbehelligt.

Trotz der europafreundlichen Einstellung laufen in Basel die Uhren manchmal rückwärts: Zunftbräuche aus dem Mittelalter sind immer noch Teil des Baseler Verkehrs, die Fähren sind nach den Ehrengesellschaften benannt.

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FIGURES

In Basel findet alljährlich die weltweit größte Uhrenmesse statt. Auf der 160.000 m² großen Ausstellungsfläche der "Baselworld" unterwerfen sich jeden Frühling 90.000 Besucher dem Diktat der Zeit.

Staat
Schweiz
Geographische Lage
47° 33' N, 7° 35' E
Seehöhe
260 m
Einwohner
165.529 (Zensus 2006)
Telefonvorwahl
+41 (0)61
Währung
1 Euro = 1,64 CHF (Schweizer Franken)
Zeitunterschied zu UTC
+ 1 h (Sommerzeit + 2 h)
Zeitunterschied zu MEZ
+ 0 h
Offizielle Website
www.basel.ch
Bekanntester Sportler
Roger Federer (Tennis)
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GET AROUND

EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg
Der von zwei Staaten betriebene Flughafen liegt sechs Kilometer nordwestlich von Basel und 30 km südöstlich von Mulhouse in Frankreich. Die Buslinie 50 verkehrt mehrmals pro Stunde zwischen Basel und Flughafen, 15 Minuten dauert eine Fahrt in die Stadt. www.euroairport.com

Tram
Großbasel wird von drei Straßenzügen in konzentrischer Ringform durchzogen, die meisten Straßen sind rechtwinklig angeordnet. Die Innenstadt ist teilweise autofreie Zone, die Bewohner benutzen die Straßenbahn für tägliche Besorgungen. Tageskarte ca. € 5,–, www.bvb.ch

Fähre
Vier Fähren und einige Brücken verbinden Klein- mit Großbasel. Die "Wilde Maa" fährt in St. Alban, die "Leu" in Münster, "Vogel Gryff" ist in Klingental unterwegs und "Ueli" nutzt den Strom in St. Johann. Eine Fahrt kostet ca. € 0,90. www.faehri.ch

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SIGHTSEEING

Basler Münster
Interessant ist das zwischen 1019 und 1500 erbaute Münster im gotischen und romanischen Stil vor allem wegen der Ausgrabungen: Man stieß nicht nur auf keltische und römische Überreste, sondern auch auf Reste einer Kapelle aus dem Jahre 1386. Die falsch gehende Sonnenuhr an der Kirche widerspricht dem Schweizer Klischee: Sie ist ihrer Zeit um mehr als eine Stunde voraus.
Münsterplatz, im Sommer: Mo-Fr 10-17 Uhr, Sa 10-16 Uhr, So 11.30-17 Uhr, Im Winter: Mo-Sa 11-16 Uhr, So 11.30-16 Uhr, www.muensterbasel.ch

Römische Ausgrabung Augst
Zehn Kilometer östlich von Basel werden die Römer wieder lebendig: Ausgrabungen haben nicht nur das besterhaltene antike Theater nördlich der Alpen freigelegt, sondern auch den berühmten Silberschatz, der heute im Museum Augusta Raurica zu besichtigen ist. Sofort einziehen möchte man am liebsten ins nachgebaute Römerhaus, Fußbodenheizung inklusive. Im Tierpark finden sich seltene Exemplare der römischen Haustierhaltung: Wollhaarige Weideschweine und Nera-Verzasca-Ziegen haben die Römer überlebt.
Giebenacherstrasse 17, Tel.: 816 22 22, Mo 13-17 Uhr, Di-So 10-17 Uhr, Museumseintritt ca. € 4,–, www.augusta-raurica.ch

Anatomische Museum Basel
Nur die inneren Werte zählen: Einen Einblick ins menschliche Herz, in Blutgefäße und Gehirn bietet das 1824 von Carl Gustav Jung gegründete Anatomische Museum. Auch das älteste präparierte Skelett der Welt (1543) kann man hier bestaunen. Gelenk- und Wachsmodelle geben reichlich Aufschluss über Organe und Funktionsweise des menschlichen Körpers. Wer die Nerven dazu hat, kann sich die selbigen im Museum ansehen. Auch die Medizintechnik und ihre Fortschritte kommen nicht zu kurz.
Universität Basel, Pestalozzistrasse 20, Tel.: 267 35 35, Mo-Fr 14-17 Uhr, So 10-16 Uhr, Eintritt € 3,–, pages.unibas.ch/anatomie/museum

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INSIDER TIP

Um mehr über den Schweizer Humor, tagespolitisches Geschehen oder internationale Cartoonkunst zu erfahren, sollte man das Karikatur & Cartoonmuseum nicht verpassen.

Ein alter Mann fischt seinen Hut mit dem Stock von der Straße, immer darauf bedacht, den Zebrastreifen nicht zu verlassen: Penibel und akkurat stellen sich die Schweizer gerne dar. 3300 Originalwerke und 2000 Leihgaben von 700 Künstlern aus 40 Ländern werden im Karikaturmuseum gezeigt. Es bietet Wirtschaftliches und Gesellschaftspolitisches aus dem Alltag, bringt schwer Verdauliches mit Humor auf den Punkt und den Besucher zum Schmunzeln.
St. Alban-Vorstadt 28, Tel.: 226 33 60, Mi -Sa 14-17 Uhr, So 10-17 Uhr, Eintritt: ca. € 4,–, www.cartoonmuseum.ch

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EAT & DRINK

Traditionelle Gerichte zur Fastnacht sind "Mehlsuppe", "Ziebelewaie" (Zwiebelkuchen) und "Käswaie" (salziger Käsekuchen mit Greyerzerkäse). Urtypisch sind Schweizer Schoki, Emmentaler (mit Löchli) und Rösti.

Ein kleiner Exkurs ins Schwyzerdütsch: Mit "Allergaattig Salaat" bestellt man sich einen gemischten Salat. Komplizierter wird´s dann mit "Schwyynszimmerli-Schnitte mit Épfel annere Calvadossoosse", dahinter verbirgt sich ein Schweinssteak mit Apfel und Calvadosauce.
Na dann: "En guetä" (Mahlzeit)!

Gasthof zum Goldenen Sternen
Im ältesten Gasthof Basels (1346 erstmals erwähnt und 1963 an einen anderen Standort versetzt) serviert man im historischen Saal sehr kreative, sehr teure und sehr exklusive Küche. Unter der Holzkassettendecke mit Sternen aus dem 17. Jahrhundert liest man die ausführliche Speisekarte und weiß später ganz genau, was einem da vor die Nase gesetzt wird: etwa "Mit Rosmarin mariniertes Stubenküken an Rosmarinsauce mit Topinambur-Kartoffelgratin und Saisongemüse".
St. Alban-Rheinweg 70, Tel.: 272 16 66, Mo-Sa 11-0 Uhr, So 11-22 Uhr, www.sternen-basel.ch

Angry Monk Dumplings & Breakfast Lounge
Eine gute Idee in einer etwas sterilen Umgebung: Berühmt wurde dieses Restaurant wegen seiner gefüllten Teigwaren oder knödelähnlichen Verwandten aus aller Welt: "Sha Momo" aus Tibet, "Pilmeni" aus Russland, "Maultaschen" aus Deutschland oder "Dim Sum" aus China beherrschen die Speisekarte des Hauses. Dazu gibt´s Wein, jeden Mittwoch wird Tango getanzt.
Theaterstrasse 7, Tel.: 283 40 40, So-Do 10-0 Uhr, Fr/Sa 10-1 Uhr, www.monk.ch

Gifthüttli
Garantiert nicht giftig ist die riesige Auswahl an Cordon Bleu im ersten Stock des bekannten Restaurants. Der Treffpunkt für Jung und Alt versprüht traditionelle Atmosphäre, der verzierte Holzinnenausbau ist ideal für ein romantisches Dinner. Unbedingt ausprobieren: Das Cordon Bleu Basler, gefüllt mit Rohschinken und Leberterrine, durch Ei gezogen und gebraten.
Schneidergasse 11, Tel.: 261 16 56, Mo–Fr 11–14 Uhr und 18–23.45 Uhr, Sa 18-23.45 Uhr, www.gifthuettli.ch

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HOTELS

Über 4.000 Hotelbetten sorgen für eine "gueti nacht", unterm Brückli muss in Basel keiner schlafen.

Hotel Les Trois Rois
Der Luxusschlafplatz wurde erstmals 1681 erwähnt und gehört damit zu den ältesten Hotels Europas. Zu den bekanntesten Gästen der ehrwürdigen Hallen zählen Napoleon Bonaparte, Johann Wolfgang von Goethe, Pablo Picasso und Giacomo Casanova. Die Zimmern verbinden elegant Klassizismus und Art Deco, im Restaurant hat die Haute Cuisine das Sagen.
Blumenrain 8, Tel.: 260 50 50, DZ ab € 380,–, www.lestroisrois.com/

Basel St. Alban BS
Die Jugendherberge liegt in einer ruhigen Gegend, zehn Minuten von der Innenstadt entfernt im St. Alban Quartier. Einst wurden hier Seidenbänder gewoben, heute kann man in dem alten Gewölbe der Herberge Rösti naschen.
St. Alban-Kirchrain 10, Tel.: 272 05 72, ab ca. € 19,– p.P. für Mitglieder, Tagesmitgliedschaft € 3,50, www.youthhostel.ch/hosteldetails.html?&user_hostels_pi1[bez]=BSL&cHash=87767c3cde

Der Teufelhof
Neben einem Gourmetrestaurant, einem Theater und einem Weinladen beherbergt diese Kulturwerkstätte auch zwei Hotels, das Galeriehotel und das Kunsthotel. In Letzterem sieht man sich nicht nur Bilder an den Wänden an, sondern wird selbst Teil eines Kunstprojektes: Zehn verschiedene Kreative haben an den individuell gestalteten Zimmer gebastelt und ein einzigartiges Schlafambiente geschaffen. Ob riesige Bibel, Licht- und Schattenspiele, Eisenplastiken oder anthropomorphe Blumen: Diese Nacht vergisst man nicht so schnell wieder.
Leonhardsgraben 49, Tel.: 261 10 10, DZ ab € 196,–, www.teufelhof.com

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NIGHTLIFE

Bar Lounge im Areal
Der ehemalige Güterbahnhof soll zu einem neuen Quartier umgebaut werden. Bis es soweit ist, wird das Areal kreativ genutzt: als leicht abbaubare Karawanserei, als Tummelplatz für Mountainbiker, als Restaurant, als Punklokal (Gleis 13). Die ehemalige Kantine der deutschen Bahn beherbergt das Restaurant "Erlkönig" und die dazugehörige Lounge/Bar. Cocktails, Clubbings und DJs übertreffen sich gegenseitig.
Erlenstrasse 21, Tel.: 683 35 45, Mi&So 18.30-1.30 Uhr, Fr&Sa 18.30-4 Uhr, www.areal.org/lounge

Cargo Kultur Bar
Das Lokal ist ein heißer Tipp für alle Kulturphilosophen, Installationsinteressierte, Bildgestalter und Bar-Hocker. Die alternative Szene ist hier heimisch: Bodypaintingperformances und orientalische Tanzseminare, die Musik des Balkans und Kunstmärkte bringen internationales Flair in die farbenfrohe Welt.
St. Johanns-Rheinweg 46, Tel.: 321 00 72, So-Do 16-1 Uhr, Fr&Sa 16-2.30 Uhr, www.xcult.org/cargo/index.html

AHA! - Event & Music Club
Muntere Gehaltsempfänger treffen sich nach getaner Arbeit in dieser Disco/Bar/Lounge, die den Twentysomethings mit guten Drinks und Chart-Hits bei Laune hält. Auf dem Partyfloor schwingen Jungbankiers das Tanzbein, heiße Themenabende gibt´s im Eventfloor. Zutritt für alle ab 25 mit "freundlicher Mentalität" und gepflegtem Erscheinungsbild.
Steinentorstrasse 35, Tel.: 281 61 14, Fr&Sa 22.30-4.30 Uhr, Eintritt € 6,–, www.aha.ch

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SHOPPING

Die Grenzlage macht´s möglich: Mit einem Stiletto-Schritt sind Sie bei Dior in Frankreich oder bei Lagerfeld in Deutschland. Aber auch die Basler Straßen bieten reichlich Gelegenheit für Kaufräusche.

Die Schneidergasse ist besonders erwähnenswert: Kleine Boutiquen (z.b Boutique Voila, Nr. 32) wechseln sich in den alten Häusern mit etwas ausgefallenerne Geschäften ab. Weihnachtsschmuck gibt´s bei "Johann Wanner" (Nr. 7), Licht ins Dunkel bringt die "Candle Art Kerzengalerie" (Nr. 6). Das Waffengeschäft "Beierer" (Nr. 27) lässt schießwütige Herzen höher schlagen und in der "Galeria Mexicana" kann man Hängematten, Tonwaren oder Muertosfiguren kaufen (Glockeng. 4).

Barfüssermarkt
Der zentral gelegene Markt ist wohl die bekannteste Adresse für Schnäppchenjäger, die nach modischen Kleidern, Schmuck, Messern und Scheren, Mineralien, Seide, Holzartikeln, Plüschtieren, Korb- und Bürstenwaren, Schuhen, Lebensmittel, Duftessenzen, Naturleder, CD's oder nach Uhren suchen. Tipp: Der glitzernde Weihnachtsmarkt ist Anlaufstelle Nummer eins für verzweifelte Christkinder und Last-Minute-Weihnachtsmänner.
Barfüsserplatz, jeden Do 7–20 Uhr

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SOUVENIRS

Coole Souvenirs: Raclette im Käse-Look, Fondueset mit Kugelgriffen, Schwyzerörgeli (Handorgel) mit fünf Melodien, Alphorn mit verziertem Mundstück, Schweizer Taschenmesser, Swatch mit kleinen Kühen im Reliefmuster.

Läckerli-Huus
Die große Souvenirtour können Sie sich auch ersparen: Kaufen Sie im leckeren Laden original Basler Schokolade, Biskuit oder anderes Cremegebäck für die Daheimgebliebenen.
Gerbergasse 57, Tel.: 264 23 23, Mo-Mi&Fr 8-18.30 Uhr, Do 8-21 Uhr, Sa 8-17 Uhr, www.basler-leckerli.ch

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