GENF

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FACTS

Diskretion, Gelassenheit, Ruhe – Genf strahlt Sicherheit und Stabilität aus. Dieses Bild muss die zweitgrößte Stadt der Schweiz auch vermitteln, immerhin werden hier 35% des weltweiten Privatvermögens verwaltet.

In der Rhone-Stadt gibt es wenig Einheimische, nur 55% der Bewohner stammen tatsächlich aus Genf. 45% sind hierher gezogen, um bei einer der vielen internationalen Organisationen zu arbeiten. Das begünstigte natürlich auch die Entwicklung des World Wide Web, das im CERN die Kommunikation unter den Professoren verbessern solte.

Von Cäsars "De Bello Gallico", in dem die Stadt zum ersten Mal erwähnt wurde, bis zu den Genfer Konventionen war es ein harter Kampf: Das "Mundwasser", wie Genf übersetzt heißt, war bereits in der Keltenzeit Hauptstadt der Allobroger. Schon 1781 wurde eine Demokratie gegründet, die aber im Jahr darauf von bernisch-savoyischen Truppen zerschlagen wurde. 1798 wurde Genf von den Franzosen eingenommen, 16 Jahre später wurde die Stadt Teil der Schweiz.

Das multikulturelle Genf ist in jeglicher Hinsicht eine Weltstadt: Das Metropolitan Museum of Art lagert hier viele Kunstwerke ein, Rolex hat in Genf seinen Hauptsitz. Wer hier wohnt, bekommt von allen Nationen nur das beste.

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FIGURES

Das größte Museum der Welt hat seinen Sitz in Genf, die Stadt dient als Zollfreilager für das Metropolitan Museum of Art. Auch in botanischer Hinsicht hat die Stadt einiges zu bieten: Auf jeden Bewohner kommen zwei Bäume.

Staat
Schweiz
Geographische Lage
46° 12' N, 6° 8' E
Seehöhe
375 m
Einwohner
185.893 (Zensus 2006)
Telefonvorwahl
+41 (0)22
Währung
1 Euro = 1,64 CHF (Schweizer Franken)
Zeitunterschied zu UTC
+ 1 h (Sommerzeit + 2 h)
Zeitunterschied zu MEZ
+ 0 h
Offizielle Website
www.ville-geneve.ch
Bekanntester Revoluzzer
Clemens VII. (Gegenpapst)
Bekanntester Philosoph
Jean-Jacques Rousseau
Größter Menschenfreund
Henry Dunant (Gründer Rotes Kreuz)
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GET AROUND

Aéroport International de Genève
Nahe dem Stadtzentrum im Genfer Vorort Cointrin liegt der zweitgrößte Flughafen der Stadt. Mit dem Zug (alle 15 Minuten) oder dem Bus (alle 10 Minuten) kommen Sie unkompliziert ins Zentrum. Eine Fahrkarte "Toute Geneve" (für 24 Stunden) kostet € 6,–. www.gva.ch

Taxi
60 Standorte verteilen sich über die Stadt, auch am Flughafen und am Bahnhof. Eine Fahrt vom Flughafen ins Zentrum kostet ca. € 20,–.
Taxiruf Coopérative Taxis: 320 22 02, www.taxis.ch

Personenschifffahrt
Die zahlreichen Fähren auf dem Genfer See verbinden die Seegemeinden Bellevue, Coppet, Evian-les-Bains, Genf (Geneve Mont-Blanc und Geneve Jardin Anglaise), Hermance, Lausanne, Le Bouveret, Montreux, Nyon, Thonon-les-Bains und Vevey miteinander.
Informationen im "Office du Tourisme", Rue de Mont Blanc 18, Tel.: 909 70 00, Mo 10–18 Uhr, Di–Sa 9–18 Uhr

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SIGHTSEEING

UNO, IKRK, WHO, IAO, ITU, WIPO, WMO, WOSM, UNHCR: Internationale Organisationen mit beeindruckenden Kürzeln fühlen sich in der Stadt am Genfer See sichtlich wohl. Aber auch kulturell hat die Stadt einiges zu bieten.

Barbier-Mueller Museum
Die Sammlung von Josef Müller wurde 1907 begonnen, sie umfasst 7000 Skulpturen, Ornamente und Artefakte "primitiver" Kulturen aus aller Welt. Das 1977 gegründete Museum verwaltet heute die größte Sammlung der Welt und veröffentlicht eine Vielzahl an Kunstbüchern und Kataloge über die hauseigenen Meisterstücke.
Rue Jean-Calvin 10, Tel.: 312 02 70, 11–17 Uhr, www.barbier-mueller.ch

Carouge
Das Viertel im Süden der Stadt ist das "Nizza des Nordens": Mit seinen niedrigen Häusern, den hübschen Balkonen, den schmalen Bistros und der herzlichen Atmosphäre, in die sich Jazztöne mischen, verbreitet die Vorstadt mediterranes Flair. Wer sich hier anpassen möchte, darf keinerlei Hektik verbreiten.

Jardin botanique
Im botanischen Garten wird einem klar, warum in Genf zwei Bäume auf einen Menschen kommen: Auf 28 Hektar Fläche gluckern Bächlein neben Gebirgspflanzen und wachsen Rosengärten neben mediterranen und tropischen Gewächsen. Wer draußen nicht fündig wird, kann sich in der Bibliothek in einem der 22.000 Bücher über die Botanik informieren.
Chemin de l'Impératrice 1, Tel.: 418 51 00, 8–19.30 Uhr, im Winter 9.30–17 Uhr

Le Jet d'Eau
In Genf dürfen Sie sich vom größten Springbrunnen der Welt ansprühen lassen. Verfehlen können Sie die rauschende Fontäne auf keinen Fall: Wenn das 140 m hohe Wahrzeichen bei Nacht angeleuchtet wird, sieht man es noch bis in die Alpen. Schirm nicht vergessen!
Jetee des Eaux Vives

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INSIDER TIP

In vino veritas: Die Wahrheit liegt im Fall von Genf im Umland. Hier ist jeder herzlich willkommen, auf den zahlreichen Weingütern preisgekrönte Weine in seinem Glas zu schwenken, das Bouquet zu riechen und natürlich zu kosten.

Wie zum Beispiel auf dem schönen Weingut von Bernard und Anne Conne in Peissy, wo es im Weinkeller aus dem 17. Jahrhundert süffig zur Sache geht. Die altehrwürdigen Mauern scheinen vor Geschichten über runde Abgänge und nussige Noten fast zu bersten.
Route de Credery 11, Tel.: 753 22 16

Das Schtrumps Gebäude
Sachen zum Lachen bietet der Appartementkomplex im Viertel "Le Grottes". Das Gebäude ist von drei (betrunkenen?) Architekten entworfen worden, die einfach einen witzigen Blickfang schaffen wollten und völlig unterschiedliche Bauweisen in das Haus integrierten. Ein wenig Gaudi hat sich eingeschlichen, aber die Gesamterscheinung erinnert an ein 3-D Bild: Je länger man hinstarrt, desto mehr Einzelheiten erscheinen.
Rue Louis-Favre 23–29

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EAT & DRINK

Dim Sum vermischt mit kreativen Röstivarianten in einem Bett aus Paella, gewürzt mit den Kräutern der Provence, angereichert mit Humus und Falafel: Alles auf einmal müssen Sie natürlich nicht essen, in Genf gibt's aber fast alles.

Schon lange liegt die strenge Reformation zurück, die den Bürgern auferlegte, einfache, schlichte Nahrung zu sich zu nehmen, die durch keine Zivilisation verdorben wurde. Die Genuss-Askese in der kulinarischen Hauptstadt der Schweiz macht sich nur noch durch traditionelle Gerichte bemerkbar: Ab und zu werden noch "Brotsuppe" oder "Longeole" (Brühwurst aus reinem Schweinefleisch mit Fenchel und Kümmel) angeboten.

La Bourse
Gemütlich und etwas eng präsentiert sich die urtypische Brasserie im Pariser Stil, unter gedämpften Licht wird Geschmackvolles aus drei Ländernserviert: Pizza und Pasta, Fondue (€ 14,–) und Muscheln. Ein viertes Land versucht auf der Karte unauffällig zu wirken: Der erstaunte Gast darf auch Sauerkraut bestellen.
Place du Marché 7, Tel.: 342 04 66, www.resto.ch/labourse

Restaurant de l`Ile Rousseau
Das Restaurant befolgt die drei wichtigsten Regeln des Handels und der Gastronomie: Standort, Standort und Standort. Dem Besucher bietet sich ein wunderschöner Panoramablick auf den Fluss, die Terrasse ist mit viel Grün aufgepeppt, das Essen auf der Insel gibt sich international: Lasagne, Tapas und Créme Brûlée dürfen hier geschmaust werden. Ein dreigängiges Menü kostet hier ca. € 24,–, ein Preis, den man in dieser Traumlandschaft gerne zahlt.
Ile Rousseau, Tel.: 310 75 98

Le Bearn
Moderne französische Küche und Trüffelspezialitäten aller Art findet man in diesem sehr teuren, aber empfehlenswerten Restaurant der gehobenen Preisklasse. Für Geschäftsbesprechungen sehr zu empfehlen, Romantik kommt hier jedoch keine auf.
Quai de la Poste 4, Tel.: 321 00 28

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HOTELS

Les Armures
Das Hotel im Zentrum der Stadt besticht vor allem durch seine absichtlich klein gehaltene, heimelige Atmosphäre. Mit der Ausstattung der Zimmer hat man sich hier viel Mühe gegeben; das Gesamtwerk wirkt kuschlig, aber trotzdem nobel, gepaart mit einem Hauch modernem Design. Das ebenso liebevoll eingerichtete Restaurant serviert traditionelles, aber auch französische Gourmets kommen auf ihre Kosten.
Rue Puits-St-Pierre 1, Tel.: 310 91 72, DZ ab € 357,–, www.hotel-les-armures.ch

Tiffany Hotel
Dieses Schmuckstück aus dem 19. Jahrhundert liegt im Zentrum der Stadt in der Nähe des Grand Theatre. Belle Epoque grüßt modernen Komfort, das Ergebnis: ein charmant gestyltes, elegantes Boutique Hotel der oberen Preisklasse.
Rue de l`Arquebuse 20, Tel.: 708 16 16, DZ ab € 270,–, www.tiffanyhotel.ch

Pointe à la Bise
Der moderne Campingplatz unweit der Stadt am Genfer See ist ein Traum für jeden begeisterten Schlafsackbenutzer. Die Standorte am See sind heiß begehrt, denn dort ist das erfrischende Nass nur einen Luftmatratzensprung entfernt.
Chemin de la Bise, Vésenaz-Genève, Tel.: 752 12 96, ab ca. € 7,–

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NIGHTLIFE

Den Place du Bourg de Four müssen sich Nachtschwärmer unbedingt merken. Hier treffen sich junge und ältere Genfer, um Wein und Gesang zu frönen.

Mr. Pickwick
Im ältesten Pub der Schweiz gibt's Dart, Fußballübertragungen, dunkles Holz, Cider und englisches Frühstück. Ob Beckham anfeuern oder die letzten Meldungen der Yellow Press diskutieren: Mr. Pickwick bringt Britain in die Schweiz.
Rue de Lausanne 80, Tel.: 731 67 97, 10–2 Uhr, www.mrpickwick.ch

Au Chat Noir
Jazzy, funky und groovy ist der oft überfüllte Club im Vorort Carouge. Auch Salsa und Rock werden hier gerne gespielt. Gute Drinks bis in die frühen Morgenstunden.
Rue Vautier 13, Tel.: 343 49 98, Mo–Do 18–4 Uhr, Fr 18–5 Uhr,
Sa 20–5 Uhr, So 20–4 Uhr

Le Jardin
Kein Lokal für Sparefrohs. Hier können Ölscheichs ein paar Geschäfte tätigen und Partyprinzessinnen die neuesten Manolos auszuführen. Hier regiert der Luxus, das sieht man schon am gediegenen Interieur aus Samtsesseln und edlem Kristall.
Im Hôtel Richemond, Jardin Brunswick, Tel.: 715 77 20

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SHOPPING

Genfer Mode ist weitgehend vom großen französischen Stil geprägt. Die Suche nach billigen Waren gleicht der berühmten Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.

Anita Smaga
Haute Couture für die Haute Volée, exorbitante Preise in dezentem Ambiente. Diese Boutique ist sicher nur etwas für goldene Kreditkarten, für kleine Budgets bleiben die Accessoires.
Rue du Rhone 51, Tel.: 310 26 55

Addison
Während sich die Damen bei Anita Smaga amüsieren, tauscht der Geschäftsmann von heute seine von Konferenzsesseln durchgewetzte Kleidung mit Edelprodukten dieses Herrengeschäftes. Blazer und Anzüge in gediegener Ausführung sprengen jedoch leicht den preislichen Rahmen.
Confédération Centre, Rue du Marché/Place Bel-Air, Tel.: 312 33 50

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SOUVENIRS

Man kann dieses Land nicht verlassen, ohne eine Uhr einzukaufen, am Besten eine Kuckucksuhr. Oder wenigstens ein Schweizer Armeemesser mit sinnvollen 1000 Funktionen (das dann aber bitte nicht ins Handgepäck geben).

Uhren und Taschenmesser finden Sie in der "Rue du Rhone" und ihrer näheren Umgebung, aber auch in der "Corraterie" in der Innenstadt.

Come Prima
Ein untypischer Souvenirshop: Statt Raclette-Grill und Handorgel werden hier Lederwaren, Holzkunstwerke und Teddybären verkauft. Seinen Röstibrater sucht man hier vergeblich, aber die Besitzerin kümmert sich rührend um die Wünsche ihrer Kunden.
Rue de la Cité 17, Tel.: 310 77 79

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MAP