Zu jeder Stadt die passenden Schlagwörter: Wien und Kaiserzeit, Stockholm und Ikea, Berlin und die Mauer, Riga und ...? Hier kratzt sich der Bildungsbürger am Kopf und weiß nicht mehr weiter. Hinfahren und rausfinden!
Der Erstbesucher stellt erstaunt fest: Riga ist anders, märchenhaft einzigartig! Hier treffen deutsches Mittelalter und russischer Monumentalbau aufeinander und verwandeln das Stadtbild in ein kurioses Unikum. Kurios auch die zahlreichen Geschichten hinter der grandiosen Architektur: Gegenüber eines Gildenhauses steht das Haus eines Mannes, der von der Gilde abgelehnt wurde. Aus Wut darüber setzte er eine Katzenfigur auf das Dach, deren Hinterteil direkt zum Gildenhaus zeigte. Abseits von Bremer Stadtmusikanten, Kopfsteinpflaster und Knusperhäuschen findet man gigantische Sowjetdenkmäler auf der einen Seite und üppige Jugendstilhäuser auf der anderen. Das leicht verrückte, skurrile Aussehen der Stadt spiegelt sich auch in seinen Bewohnern wieder. Die Söhne und Töchter der kleinen Metropole feiern wilder als andere Kosmopoliten, singen laut, wo sie gehen und stehen und zelebrieren ausgelassen vorchristliche Rituale. Wer hier gerade nicht exzessiv trinkt, ergreift einen ausgefallenen Beruf wie Kasperschnitzer, Bildteppichweber oder Briefmarkengroßhändler. Viele Städte behaupten, anders zu sein – auf Riga trifft das aber wirklich zu.
