SKOPJE

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FACTS

Skopje wirkt in weiten Teilen wie ein Museum der Architektur der 1960er- und 1970er-Jahre. Nach dem Erdbeben von 1963 wurde die Stadt mit internationaler Hilfe schnell wieder aufgebaut, einige der damaligen avantgardistischen Architekten wagten in Skopje abenteuerliche Experimente.

Da wäre zum Beispiel das Telekommunikationsgebäude von Naum Jovkovski: Ein Beton gewordener Golem, der mit seinen Bullaugen und Tentakeln so aussieht, als wolle er im nächsten Moment aufstehen und davonlaufen. Nur sein Alter scheint ihn davon abzuhalten, denn die Fassade ist von Rissen durchzogen, die einst leuchtenden Farben sind kaum noch zu erkennen. Beton tut das Alter nicht gut, vor allem wenn er nicht in Stand gehalten wird - dafür liefert die Stadt zahlreiche Beispiele.
Am anderen Ufer der Vardar ist das alte, orientalisch geprägte Skopje erhalten geblieben. Die Osmanen herrschten über 500 Jahre in der Stadt. Während der osmanischen Herrschaft entstanden Moscheen, Bäder und Basare. In dem kleinen muslimischen Viertel Skopjes leben heute hauptsächlich albanischstämmige Muslime, während die christlich-orthodoxen Mazedonier im modernen Teil der Stadt wohnen. Der Unterschied zwischen beiden Teilen könnte größer nicht sein. Skopje ist mit seinen Kontrasten und den verschiedenen kulturellen Einflüssen einzigartig. Die Stadt ist keine Schönheit, hat aber Charakter.

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FIGURES

Der 26. Juli 1963 war ein trauriger Tag für die Stadt: Ein Erdbeben zerstörte 80% der Bausubstanz Skopjes, tötete mehr als 1000 Menschen und machte 120.000 obdachlos.

Name in der Landessprache
Скопје, Shkupi
Staat
Mazedonien
Geografische Lage
42° 00' N, 21° 26' O
Einwohner
06.926 (Zensus 2002)
Telefonvorwahl
+389 (0) 2
Währung
1 Euro = 61.43821 Macedonian Denar
Zeitunterschied zu UTC
+ 1 h (Sommerzeit + 2 h)
Zeitunterschied zu MEZ
+ 0 h
Offizielle Website
www.skopjeonline.com.mk
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GET AROUND

Flugzeug und Transfer
Der internationale Flughafen der mazedonischen Hauptstadt Skopje teilt sich in den zivil genutzten und den militärischen Teil. Außer der mazedonischen Armee nutzt auch die NATO einen Teil des Flugplatzes. Der Flughafen liegt etwa 25 km außerhalb der Stadt, Busse und Taxis fahren in die Stadt.

Straße
Das Straßennetz ist relativ gut ausgebaut, doch besonders im Winter ist das Hochgebirge schwieriger zu erreichen. Auf den meisten Autobahnen besteht Mautpflicht. Derzeit führt der internationale Verkehr von Mitteleuropa aus nur über Ungarn, Serbien oder Bulgarien nach Skopje. Von Italien oder Slowenien aus können Sie die Fähre nach Albanien nehmen und von dort nach Mazedonien weiterreisen. Grenzübergänge zwischen Mazedonien und Albanien finden Sie am Prespa-See und Ohrid-See sowie in Debar.

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SIGHTSEEING

Alte türkische Brücke
Die Kamen Most (Steinbrücke) über den Fluss Vardar befindet sich im Herzen Skopjes. Bereits im 6. Jahrhundert gab es hier eine Brücke – die jetzige stammt vermutlich aus dem 15. Jahrhundert und ist nur für Fußgänger gedacht. Auf der Brücke verkaufen Händler ihre Waren.

Alte Festung
Etwas nördlich der Steinbrücke findet man sofort die Tvrdna Kale (Burg Kale). Von der Festung aus dem 11. Jahrhundert stehen nur noch ein paar Mauerüberreste, die in einen herrlichen Park eingebunden sind.

Türkisches Bad in der Altstadt
Geht man von der Steinbrücke Richtung Norden entlang der Fußgängerzone, kommt man zu den Resten des Daud-Pascha-Bades. Gebaut wurde es um 1466. Dieses Bad war damals das grösste türkische Bad auf der Balkan-Halbinsel. Heute nutzt die nationale Kunstgalerie die Räumlichkeiten für Ausstellungen.

Alter Bahnhof
Der alte Bahnhof von Skopje ist eine Besichtigung wert. Durch die starken Erschütterungen während des Erdbebens blieb die Uhr des Bahnhofs stehen, seitdem wurde sie nicht wieder angerührt. Im noch intakten Teil des Bahnhofs befindet sich das Musej na grad Skopje (Stadtmuseum).

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INSIDER TIP

Festivals in Skopje
Ende Juli findet das Sommerfestival, das größte Kunstfestival Mazedoniens, statt: Konzerte, Ausstellungen und Performances von Künstlern aus dem Balkan und dem Rest der Welt bringen viel Farbe und neue Ideen nach Skopje. Mitte Oktober veranstaltet die Stadt dann, was sie selbst als eines "der besten Jazzfestivals dieser Art in Europa" anpreist.

Feiertage
Neben den christlichen Festen gelten in Skopje folgende Feiertage: 24. Mai (Tag eines Heiligen), 2. August (Nationalfeiertag), 8. September (Unabhängigkeitstag) und 11. Oktober (Tag des mazedonischen Aufstandes).

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EAT & DRINK

Die mazedonische Küche ist eine Mischung aus slawischer, griechischer und bulgarischer. Typisch sind Lammfleisch, Kebab, Moussaka und Schafskäse. Häufig werden gebratene Bohnen als Beilage serviert. Unbedingt sollten Sie die Ohrid-Forelle probieren, am besten in einem der Restaurants am Ohrid-See.

Außer in den muslimischen Stadtteilen gibt es überall einheimisches Bier und Schnaps (Raki). Und selbst die meisten Muslime gehen sehr gelassen mit Alkohol um - viele genießen selbst gelegentlich Hochprozentiges, oder sie haben nichts dagegen, wenn andere es tun.

In Bulgarien bekommt man auch oft Ajvar, die "Salsa des Balkans": Im Herbst treffen sich viele mazedonische Familien, um gemeinsam ihren Ajvar-Vorrat für den Winter einzumachen. Sie essen die Sauce als Brotaufstrich, zu Fleisch oder einfach direkt mit dem Löffel aus dem Glas.

Rezept für Ajvar
3 kg Paprikaschoten (Spitzpaprika)
1 mittelgroße Aubergine
½ kg geschält und gewürfelt Tomaten
2 mittelgroße Karotten (gewürfelt)
2 fein gehackte Knoblauchzehen
viel Sonnenblumenöl, Salz, Pfeffer und Chili

Paprikaschoten auf einem Blech im Backofen bei maximaler Temperatur backen, bis sie schwarze Blasen werfen. Dann in eine Schüssel geben und diese abdecken.
Das restliche Gemüse in reichlich Öl weich schmoren. Die einzelnen Stücke sollten nicht mehr zu erkennen sein.
Die abgekühlten Paprikaschoten schälen, entkernen und die Flüssigkeit abtropfen lassen. Dann die Schoten durch einen Fleischwolf drehen und zu dem restlichen Gemüse in den Topf geben. Diese Masse bei nicht zu starker Hitze schmoren und schön einreduzieren (das kann durchaus zwei Stunden dauern, je nach Menge), eventuell etwas Öl nachgießen.
Die Sauce in vorbereitete, sterile Gläser füllen. Mit einem Deckel verschließen und in einen Topf mit kaltem Wasser stellen. Das Wasser zum Kochen bringen und ein paar Minuten leise köcheln lassen, den Herd abdrehen und die Gläser im Topf langsam abkühlen lassen.

Die angegebene Menge reicht für ca. drei große Einmachgläser mit etwa 800 ml Inhalt.

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HOTELS

Best Western
2002 wurde das Hotel vollständig renoviert. Es hat 74 Zimmer mit Klimaanlage, Kabel-TV und Internetanschluss und ein voll ausgestattetes Business Center mit Konferenzräumen für bis zu 50 Personen. Auf dem Speiseplan des gemütlichen Restaurants stehen internationale und mazedonische Spezialitäten. Das Hotel liegt zentral, die meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten, das Parlament und die Geburtsstätte von Mutter Teresa sind nur wenige Gehminuten entfernt.
Gjuro Sturgar 11, Tel.: 328 91 11, DZ € 138,–

Imperial Hotel
Das Hotel verbindet Alt mit Neu, Antiquitäten mit modernen Möbeln und Kunstwerken. In der Bar können Sie regionalen Raki und erlesene mazedonische Weine kosten. Das Hotel befindet sich in ruhiger Umgebung und bietet einen Panoramablick auf die Stadt und die Hänge des Berges Vodno. Das Stadtzentrum ist 2 km entfernt.
Blagoja Gojan 24, Tel.: 273 60 53, DZ € 50,–

Holiday Inn
Liegt im Herzen der Stadt, nahe der wichtigsten Regierungs-, und Verwaltungsgebaude, Einkaufszentren, Theater, Museen und Kinos. Die 178 Gästezimmer und Suiten auf neun Etagen haben Klimaanlage und Internetanschluss.
str.V. Agilarski No.2, Tel.: 329 29 29, DZ € 145,-

Marmor
Das Hotel aus dem Jahr 1995 verdankt seinen Namen dem weißen Marmor, von dem viel verwendet wurde. Es liegt am Fuße des Vodno Berges, nahe am Fluss Vardar und bietet saubere Luft und Erholung abseits des hektischen Stadttreibens. Die 25 Gästezimmer haben Internetzugang und Klimaanlage.
Klenoec Street 11A, Area Vlae II, Tel.: 204 45 28, DZ € 70,–

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NIGHTLIFE

Die Top-Adressen der Stadt sind Kale und Stara Charshija, hier finden Sie viele Clubs, Cafés und Musikkneipen. Ein heißer Tipp ist das Kafana: Hier spielt Volksmusik, manchmal tanzen die Gäste sogar auf den Tischen.

In Skopje werden Sie weniger Techno-Musik finden, dafür aber viele Lokale mit Livemusik. Außerdem gibt es viele Jazzclubs und Rocktempel. Natürlich finden eingefleischte Fans auch Clubs, in denen Goa- und House-Musik gespielt wird.

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SHOPPING

Gradski Trgovski Centar
Eines der größten Einkaufszentren in Skopje. Vor allem in den lauen Sommernächten kommen die jungen Leute hierher und treffen sich in den kleinen Cafés. Besuchen Sie auch den netten kleinen Musikladen "Jugoton", der die neueste Musik aus Mazedonien verkauft.

Leptokarija
Die Leptokarija Mall ist ein kleines, gemütliches Einkaufszentrum. Hier gibt es Geschenke, Mode, Lebensmittel und Blumen. In einem der kleinen Cafés können Sie gut Pause machen und Leute beobachten.

Öffnungszeiten
Die Geschäfte sind in Skopje von Mo-Fr 9–18 Uhr, manchmal auch bis 21 Uhr geöffnet, am Samstag 9–14 oder 15 Uhr.

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SOUVENIRS

Beliebte Mitbringsel aus Mazedonien sind vor allem kunstvolle Stickereien, Holzschnitzereien und Töpferwaren. Auch der einheimische Schnaps (Raki) gehört zu den typischen Souvenirs. Die würzige Balkansauce "Ajvar" gibt es auf allen Märkten und in vielen Supermärkten zu kaufen, je nach Jahreszeit frisch oder in Gläsern.

Warnung: Die meisten Händler mit ihren Bauchläden auf der alten türkischen Brücke bieten minderwertige Ware an. In der Altstadt Skopjes sind Auswahl und Qualität sehr viel besser.

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