Zagreb wirkt alt und jung, würdig und ausgelassen, traditionell und avantgardistisch zugleich: Die Hauptstadt Kroatiens hat seit der Unabhängigkeit 1991 zu sich gefunden.
"Meide Zagreb!" – die Aussage bezog sich einst auf die katastrophale Verkehrslage der Metropole, heute wird sie kaum noch verwendet. Zagreb stand lange Zeit im Stau und kämpft immer noch mit seinem Ruf als Krisenregion, aber wer die Vorurteile überwindet, entdeckt eine äußerst lebendige, kulturell vielseitige Hauptstadt, die sich keineswegs hinter anderen europäischen Metropolen verstecken muss.
Jugendstilvillas und Straßencafes, Plattenbauten und Graffitikunst, monarchistischer Charme und mittelalterliches Flair - Sie sollten sich genügend Zeit nehmen, um diese facettenreiche Stadt besser kennenzulernen.
1094 das erste Mal erwähnt und gebeutelt von einem Jahrtausend unter Fremdherrschaft, nimmt heute die Zahl der strengen Kirchgänger wieder zu, alte, runzlige Frauen verkaufen Blumen in den Straßen, der Klang kroatischer Mandolinen zieht durch enge, verwinkelte Gassen, während die Jugend am nächsten oscarreifen Animationsfilm bastelt und unbekannte Künslter in den Straßen ihre liebevoll gestalteten Werke hinterlassen.
