"Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust": Die Hauptstadt der Türkei baut eine Brücke zwischen europäischem Lifestyle in westlichen Einkaufstempeln und einer verwinkelten Altstadt, die mit Bazaren und Atatürk-Monumenten eine tief verwurzelte, stolze Kultur repräsentiert.
Angefangen hat alles mit einer kleinen, phrygischen Siedlung, die 230 v. Chr. zum keltischen Zentrum aufstieg. Die Stadt war ein Diener vieler Herren: Römer, Perser, Araber, Seldschuken und das osmanische Reich hatten schon die Befehlsgewalt über das ehemalige "Angora". 1923 erklärte der Befreiungskämpfer Mustafa Kemal Atatürk die Stadt Ankara zur Hauptstadt der Türkei. Ankara ist übrigens nicht die größte Stadt des Landes, das ist Istanbul.
Ankara befindet sich wie alle Millionenstädte im ewigen Kampf gegen Smog und Platzmangel. Sie ist ständig dabei, sich zu erneuern, sich wiederzufinden im ständigen Aufschwung und der damit verbundenen Verantwortung. Kulturelles Erbe wird eifersüchtig gehütet, aber gegen Hotelkomplexe und Designeroutlets wird wenig Einspruch erhoben.
Am ursprünglichsten ist Ankaras Altstadt, wo man die Zeichen der Zeit erkannt und renovierungsbedürftige Häuser in kleine, heimelige Restaurants verwandelt hat. Hier sieht man noch den Teppichknüpfern bei der Arbeit zu und verläuft sich in labyrinthartigen Straßen.
