"Wer Kairo nicht gesehen hat, hat die Welt nicht gesehen" heißt es in den alten Sagen aus 1001 Nacht. Die größte Stadt der arabischen Welt strotzt vor Geschichte und Kultur, hoch aufragenden Minaretten und orientalischen Märkten, aber auch vor Abgasen, Lärm und Verkehrschaos.
Kairo ist das Zuhause von Pyramiden, unsagbaren Pharaonen-Schätzen und über 16 Millionen Menschen. Damit gehört die "Mutter aller Städte“, wie die Ägypter ihre Hauptstadt stolz nennen, zu den am dichtesten besiedelten Städten der Welt. Wer über Lärm, Dreck, verfallene Stadtviertel, Verkehrschaos und Hitze hinwegsieht, wird eine schillernde Vielvölker-Metropole entdecken, mit pulsierendem Leben ohne Pause, islamischer Architektur mit unzähligen Minaretten, orientalischen Bazaren und einem unüberschaubaren Straßengewirr. In der Ruhe liegt die Kraft – das sollten Touristen in Kairo beherzigen.
El-Qahira heißt Kairo im Arabischen, "die Siegreiche“. Ganz unbesiegt blieb die Stadt in ihrer bewegten Geschichte aber nicht: 116 n. Chr. gründeten die Römer hier ein Fort, welches als „Babylon von Ägypten“ bekannt war. 641 n. Chr. eroberte der arabische Feldherr Ibn el-As die Siedlung und islamisierte sie. Die Mamluken machten Kairo ab dem 16. Jahrhundert zum Wirtschaftszentrum des Orients, unter türkischer Herrschaft verlor es jedoch an Bedeutung. Das moderne Kairo wurde im Jahr 1863 geboren, als Herrscher Ismail die Stadt entlang des Nils im Stil der großen europäischen Städte erweiterte.
