Dubai, zu Deutsch "Treffpunkt", trägt seinen Namen nicht umsonst. Im zweitgrößten Emirat treffen vor allem kolossale Bauprojekte, riesige Wolkenkratzer, steinreiche Millionäre und so gut wie keine Umweltschutzvorlagen aufeinander.
Seit den 1970er-Jahren ist die Skyline der Wüstenstadt am Persischen Golf in ständiger Bewegung: Künstliche Inseln, Jachthäfen, Luxushotels, Freizeitparks und sogar eine Skihalle inmitten von Sand und Dünen ziehen Dollarmillionäre aus aller Welt an. Hinzu kommen ganzjährig Sonnenschein und blauer Himmel, großartige Strände und die Chance, die arabische Kultur kennenzulernen, ohne auf westliche Standards verzichten zu müssen. 85 Prozent der Bevölkerung Dubais sind Einwanderer, 2010 werden 15 Millionen Touristen erwartet.
Mit einer kleinen Siedlung von Perlentauchern und Fischern hat alles angefangen, ab ca. 1930 war dieser Wirtschaftsfaktor aber uninteressant. Zuerst kam der Seehandel, ab 1966 das lukrativen Erdölgeschäft. Weil die Erdölreserven zur Neige gehen, soll der Tourismus die neue Geldquelle werden. In den nächsten Jahren entstehen der größte Freizeitpark der Welt, die größte Shoppingmall der Welt, das höchste Gebäude der Welt und das erste mehrräumige Unterwasserhotel der Welt. Höher, schneller, weiter - nirgendwo sonst wird diese Lebensphilosophie so ehrgeizig verfolgt wie hier.
