Prag ist Musik und Mittelalter, Kafka und Kisch, Bier und Knödel. Das sind Klischees – aber ein bisschen Wahrheit steckt drin. Kaum ein Tourist, der nicht angetan ist von der „Goldenen Stadt“, kaum ein Besucher, der nicht wiederkommen will.
Franz Kafka schrieb vor fast hundert Jahren von "Mutter Prag“ und der "Liebe ihrer Kinder zu ihr“ – das ist heute noch genauso gültig wie damals. Jeder, der einmal durch die kopfsteingepflasterten Straßen und gotischen Gässchen gelaufen ist und den Mond über den Türmen und Spitzen von Europas schönster Hauptstadt bewundert hat, möchte zurückkommen. Die Musik Dvoraks und Smetanas gehört heute ebenso zum europäischen Kulturerbe wie das schriftstellerische Werk von Franz Kafka, Egon Erwin Kisch und Jaroslav Seifert.
Die tschechische Hauptstadt ist klein und kompakt. Die Zentrumsviertel Staré Mìsto (Altstadt), Josefov, Nové Mìsto (Neustadt) und Malá Strana (Untere Stadt) sind die wichtigsten Bereiche. Am besten erkundet man sie zu Fuß. Obwohl die Zeugnisse der über Jahrhunderte alten beeindrucken Geschichte Prags hier dicht an dicht liegen, sollte man nicht vergessen, dass die Stadt auch im 20. Jahrhundert erfolgreiche Architekten, Künstler und Designer hervorgebracht hat. Die über die ganze Stadt verstreuten Kunstsammlungen und Galerien zeigen tschechische Kunst der Moderne, täglich wird in den Jazzlokalen der Stadt Live-Musik geboten – und Hospodas (Bierlokale) mit dem angeblich besten Bier der Welt gibt es an allen Straßenecken.
