Moskau war jahrhundertelang die Stadt der Zaren, später litt die Stadt unter dem Kommunismus. Heute prallen an der Schnittstelle zwischen Asien und Europa viele Kulturen, Interessen und Architekturarten und Lebensstile aufeinander.
Was heute die bekannteste Sehenswürdigkeit von Moskau ist, war gleichzeitig der Grundstein der Stadt: Im 12. Jahrhunderte wurde der Kreml als Festung zwischen den Flüssen Moskva und Neglinnaya errichtet. Im Schutz seiner Mauern entwickelte sich die lose Ansammlung von Häusern und Gehöften zu der politisch und wirtschaftlich wichtigen Stadt, die Moskau heute noch ist. Schon im 15. Jahrhundert war Moskau die Hauptstadt Russlands, diese Rolle musste sie aber für über 200 Jahre an St. Petersburg abtreten. Das kulturelle Zentrum des Landes war Moskau ohnehin immer, seit 1918 ist die Stadt wieder offiziell der Mittelpunkt der russischen Macht.
In Moskau hat sich seit dem Ende des Kommunismus viel getan: An allen Ecken wird gebaut und restauriert, die Straßen werden erneuert, Leuchtreklamen werden aufgestellt. Kritiker der Modernisierungen bemängeln, dass sich Moskau doch nur einen amerikanischen Touch zulegen will. Wie auch immer: Die Hauptstadt ist rastlos, die rasanten Veränderungen gehen auch an der Bevölkerung nicht spurlos vorüber. Die Neureichen genießen die relative Freiheit und die internationale Aufmerksamkeit, die ihnen und ihrer Stadt zuteil wird.
