Delhi ist nach Bombay die zweitgrößte Stadt Indiens. Delhi wird oft als Hauptstadt bezeichnet: Genau genommen ist sie das aber nicht, das ist Neu-Delhi. Nachdem die zwei Städte aber praktisch ineinander übergehen, ist das alles nicht so tragisch.
Delhi ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Zwischen dem alten Delhi und dem 1911 erbauten Neu-Delhi sieht man selbst als Besucher gravierende Unterschiede: Während die alte Hauptstadt aus eng verwinkelten Gassen und turbulenten Basaren besteht, erstrahlt Neu-Delhi im Glanz moderner Bungalowanlagen, die sich entlang breiter Straßen und Parks erstrecken.
Bereits 1.200 v. Chr. soll Delhi von den Pandawas unter dem Namen Indraprastha gegründet worden sein. Keine andere indische Stadt erlebte derartig viele Neugründungen und Eroberungen. Bis zur Unabhängigkeitserklärung 1947 war auch keine andere Stadt so stark von fremden Mächten geprägt wie Delhi.
Heute ist Delhi einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte des Landes und eines der bedeutendsten Wirtschaftszentren. Und eine Stadt, die beispielhaft für die Bevölkerungsexplosion in Asien ist.
