"Bischt a Tiroler, bischt a Mensch". Purer Nationalstolz trieft aus dieser Aussage, aber zu Recht: In Innsbruck lässt man sich nicht einschüchtern, weder von Napoleon, noch von den Alpen. Und schon gar nicht von ein paar Atomen.
Als Tiefländler hat man hier so gar nichts verloren. Am Flughafen angekommen, ist man umzingelt von eindrucksvollen Gebirgsketten, erdrückt von rauer, erhabener Schönheit.
Um sich in dieser Ehrfurcht gebietenden Umgebung nicht ganz so klein vorzukommen, vollbringen die Tiroler große Taten: "Aufi muaß i !". Damit ist alles gesagt. Hinauf müssen sie immer, auf den nächsten Berg, auf die nächste Titelseite eines wissenschaftlichen Magazins, auf die Bergiselschanze, um mitten in die Stadt zu springen. Während Millionen Touristen jährlich wie die letzten Vollidioten am Ski stehen und auch noch stolz auf ihren wackligen Pflugbogen sind, Biken die Einheimischen locker auf einen 2000er oder reinigen die Spikes vom Eisklettern.
Tirol ist unschlagbar und unbeirrbar. 2004 beeindruckte die Innsbrucker Universität die Welt mit der ersten Teleportation von Atomen. 30 Jahre zuvor lag Douglas Adams in einem Innsbrucker Feld und betrachtete die Sterne – "Per Anhalter durch die Galaxis" war das Resultat. Innsbruck reist mit Lichtgeschwindigkeit, bleibt sich aber selbst treu, kämpft stur mit Heugabeln und zweifelt niemals an seinem Glauben. Im "Heiligen Land" bleibt alles anders.
