Leipzig ist die größte Stadt des Bundeslandes Sachsen und zugleich eines der wirtschaftlich stärksten Gebiete der neuen Bundesländer. Die Leipziger Demonstrationen von 1989 waren ein wichtiger Impuls für die Wiedereinigung Deutschlands.
Die erste urkundliche Erwähnung Leipzigs geht auf das Jahr 1015 zurück, als sie in einem Dokument als "urbs Libzi" bezeichnet wurde. Als offizielles Gründungsjahr der Stadt gilt trotzdem das Jahr 1165, ihr wurde damals das Stadtrecht verliehen. Historisch bedeutend, nicht nur für die Stadt selbst, ist das Jahr 1813, als in der "Schlacht bei Leipzig" die napoleonischen Truppen besiegt werden konnten. Napoleon musste danach den Weg in die Verbannung antreten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts stieg, vor allem wegen der Industrialisierung, die Bevölkerungszahl schlagartig an. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die wirtschaftliche Bedeutung Leipzigs ab, die Einwohnerzahl ging kontinuierlich zurück. 1989 sollte Leipzig erneut Geschichte schreiben: die von der Nikolaikirche ausgehenden Montagsdemonstrationen waren es, die das Ende der DDR einläuteten. Heute ist Leipzig eine jener Städte in den neuen Bundesländern, die wirtschaftlich am besten da stehen - wenngleich noch zahlreiche Förderungen notwendig sind, um die Stadt wieder dahin zu führen, wo sie einmal war.
