Für viele Griechen ist Thessaloniki Athen so gut wie ebenbürtig: Byzantinische Prachtbauten, romantische Seepromenaden und tolle Shoppingmeilen vereinen uralte Tradition mit der Dynamik einer jungen Metropole.
In Thessaloniki wurde schon viel Geschichte geschrieben: Um 315 v. Chr. gegründet und benannt nach Thessaloníke, einer Halbschwester Alexanders des Großen, wurde sie unter den Römern eine wichtige Handelsstadt auf der Via Egnatia, der West-Ost-Hauptverkehrsstraße von Rom nach Byzanz. Der Apostel Paulus gründete hier die zweite Christengemeinde in Europa, und in den Glanzzeiten des byzantinischen Reichs wurde die Stadt zur zweitwichtigsten Metropole nach Konstantinopel. Die Türken eroberten sie 1430, Teil des heutigen Griechenlands wurde sie erst wieder 1913.
Das Leben der berühmtesten Söhne der Stadt spiegelt die Höhe- und Tiefpunkte der Stadt wider: Um 836 wurden die "Slawenapostel" Kyrill und Method in Thessaloniki geboren. Sie konvertierten die slawischen Stämme in Osteuropa zum orthodoxen Christentum und entwickelten eine Vorform des kyrillischen Alphabets. 1881 schließlich kam Mustafa Kemal Atatürk hier zur Welt: Er gründete die moderne Türkei und wurde zum größten Feind Griechenlands. Ein Großteil der 1922 aus der Türkei geflohenen Griechen fanden in und um Thessaloniki eine neue Heimat.
